Referent

Henning Schmidt,
Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik.Forschungsgruppe Rehabilitationsrobotik

Titel:
Innovative gerätegestützte Neurorehabilitation - Von der Rehaklinik bis in den häuslichen Bereich

Abstract:
Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Querschnittlähmung und Schädel-Hirn-Trauma sind weltweit die Hauptursache für motorische Behinderungen und frühzeitige Invalidität. Besonders hoch ist die Zahl der Schlaganfälle, in Deutschland über 250.000 Neuerkrankungen/Jahr. Hauptziel der Reha-Therapiebehandlung ist das Wiedererlangen der eigenständigen Mobilität, dies dauert in der Regel mehrere Monate bis teilweise Jahre. Haupt-Einflußfaktoren für den Therapieerfolg sind a) das Üben natürlicher Bewegungsabläufe und b) die Intensität der Therapieübungen. Um diese Faktoren gezielt zu unterstützen wurden in den letzten Jahren verschiedene robotergestützte Übungsgeräte für die Neuro-rehabilitation entwickelt. Wesentliches Problem der konventionellen manuell geführten Therapie war die körperliche Überlastung der Therapeuten, so daß der Patient z.B. beim Gangtraining maximal 80-100 Schritte pro Therapieeinheit üben konnte, auf einem robotergestützten Gangreha-Übungsgerät wie dem HapticWalker sind hingegen problemlos 800-1000 Schritte möglich. Der HapticWalker ist zudem das weltweit erste Gerät, das das Üben beliebiger Gangbewegungen - wie z.B. Treppensteigen - ermöglicht. Weltweite klinische Studien belegen die Verbesserung der Therapieergebnisse durch den Einsatz robotergestützter Übungsgeräte, daher wird derzeit am Transfer dieser innovativen Technologie in den ambulanten und häuslichen Bereich gearbeitet, um einen Fortsetzung der Rehabehandlung auf hohem Niveau zu ermöglichen.

Kurzbiografie:
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